Konkrete Beispiele zeigten, dass Emissionsreduktionen von bis zu 59 % bereits heute in energieintensiven Prozessen wie der Sprühtrocknung von Milchprodukten erzielt werden. Von der Milchwirtschaft bis zur Brauerei integrieren Unternehmen erfolgreich Wärmepumpen in bestehende Systeme, reduzieren so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und gewährleisten gleichzeitig eine stabile Produktion.
Dies war eine der Kernbotschaften des ersten Webinars des Projektes EXQUISHEAT.
Die Referenten betonten, dass die Dekarbonisierung nicht nur aus Klimaschutzgründen wichtig ist, sondern auch wegen der wachsenden Unsicherheit der Energieversorgung und der stark schwankenden Preise für fossile Brennstoffe. Dabei entwickelt sich die Elektrifizierung zu einer Schlüsselstrategie, wobei industrielle Wärmepumpen eine zentrale Rolle spielen, indem sie Abwärme verwerten und kohlenstoffarme Prozesswärme für ein breites Spektrum von Anwendungen bereitstellen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Fokus verschoben: Die Frage ist nicht mehr, ob die Technologie funktionsfähig ist, sondern wie ihre effektive Implementierung in der Praxis gelingen kann.
Eine erfolgreiche Integration erfordert sorgfältige Planung, ein tiefes Verständnis der standortspezifischen Bedingungen und Lösungen, die sich in die betrieblichen Rahmenbedingungen einfügen. Faktoren wie Systemauslegung, Temperaturniveaus und die Marktbedingungen, einschließlich der Strom- und CO₂-Preise, sind entscheidend für den Ausbau des Einsatzes.
In diesem Zusammenhang zielt das EXQUISHEAT-Projekt darauf ab, die Branche durch die Entwicklung standardisierter Lösungen und praktischer Umsetzungsleitfäden sowie durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Technologieanbietern zu unterstützen.
Weitere Informationen: EXQUISHEAT
Ansprechpartnerin:
Sabine Höfel
Sabine.Hoefel@foodprocessing.de
0521 9864022




