Test before you invest

S3FOOD begann seine Herbstsaison der virtuellen Study Visits mit einem durchschlagenden Erfolg. Insgesamt 76 Teilnehmer aus 12 Ländern meldeten sich für die erste Veranstaltung an, die von der Technischen Hochschule OWL ausgerichtet und von der Food-Processing Initiative e.V. geleitet wurde. Der erste  S3FOOD Study Visit in Lemgo war ein virtueller Rundgang durch die living labs, in denen Technologien für die Lebensmittelproduktion von morgen entwickelt und getestet werden.

Ostwestfalen-Lippe (OWL): Kleine Region, aber groß in der digitalen Transformation

“Wir haben alles in unserer Region außer Wein und Seefisch“, sagte Norbert Reichl von der Food-Processing Initiative e.V. mit einem Lächeln. Tatsächlich ist OWL mit einem Bruttoinlandsprodukt von 70 Milliarden Euro, rund 150.000 Unternehmen und einem ausgewogenen Branchenmix eine starke Wirtschaftsregion im Herzen Deutschlands und ein europäischer Hotspot der digitalen Transformation.


Auf dem Weg zu einem digitalen Innovations-Ökosystem

Dr. Andrea Davis, TH OWL, stellte das Innovations-Ökosystem in Lemgo vor, darunter smartFoodTechnologyOWL, das mehr als 50 Industriepartner und 8 Millionen Euro Fördermittel vom deutschen Forschungsministerium hat. Die zahlreichen Projekte konzentrieren sich auf digitale Lösungen, wie Inline-Sensoren und digitale Zwillinge, für Qualitätskontrolle, Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit.


Living labs: Vorteile für Unternehmen

Prof. Dr. Hans-Jürgen Danneel vom Institut für Lebensmitteltechnik.NRW (ILT.NRW) ging auf zwei grundlegende Herausforderungen und Aufgaben beim Aufbau des Innovations-Ökosystems ein.

 

– Wie lassen sich Sensordaten und menschliche Sinne, Erfahrungen und Eindrücke in technologische und digitale Systeme übersetzen?
– Wie können Unternehmen in die Lage versetzt werden, digitale Möglichkeiten zu testen und zu nutzen, ohne ihr Tagesgeschäft und ihre Produktion zu unterbrechen?

In der SMARTFOODFACTORY der TH OWL werden bereits große Anstrengungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen unternommen. Hier haben sich multidisziplinäre Forscher zusammengeschlossen, um mit Pilotlaboren und Maschinenparks eine Forschungs- und Demonstrationsplattform für die digitale Transformation der Lebensmittelproduktion aufzubauen. Die Vision ist, ein internationales Kompetenzzentrum für neue Technologien, Produkte und Prozesse und ein Showroom für Experten und die interessierte Öffentlichkeit zu sein.

 

Die enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und angewandter Forschung ermöglicht es den Unternehmen, Produkte und Prozesse in diesem lebendigen Labor zu testen, bevor sie eine große Investition tätigen. Durch die Durchführung von Versuchen im Pilotmaßstab gewinnen die Forscher einen genauen Einblick in die Bedürfnisse der Unternehmen.

 


Schnelle und präzise Analysen von kritischen Parametern

In den beiden von den Wissenschaftlern Dipl. Food Chemist Florian Conradi und M.Sc. André Blome vorgestellten Projekten gab es klare Beweise für solche Erkenntnisse.
Die Verkürzung der Dauer der Maischeanalyse beim Brauen von Stunden auf Sekunden und die Optimierung der Produktion von Pizzaböden mit neu entwickelten Sensoren – beides Projekte, die für die Hersteller in der Zukunft viel versprechend sind.

Wie geht’s weiter in Lemgo? – Das hängt von Ihnen ab!

Dr. Nele Jantz vom Büro smartFoodTechnologyOWL gab einen kurzen Einblick in weitere Projekte und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung in Lemgo. Sie ermutigte interessierte Unternehmen und Stakeholder, sich bei konkreten Anfragen zur Zusammenarbeit mit ihr in Verbindung zu setzen.

 

Die Präsentationen aller Redner und das Image-Video des smartFoodTechnologyOWL sind verfügbar unter https://s3food.eu/event/virtual-study-visit-smart-technology-for-food/

Über S3FOOD und Connsensys
S3FOOD ist ein dreijähriges Projekt im Wert von 5 Millionen Euro. Mindestens 75% der Mittel gehen direkt an KMU in Form von Gutscheinen, Schulungen und Business-Coaching.
Das Schwesterprojekt Connsensys bietet Lebensmittelunternehmen Inspiration und Unterstützung bei der Einführung neuer Technologien und der Umsetzung von Industry 4.0.
Der FPI e.V. ist bei beiden Projekten der deutsche Projektpartner.

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Kontakt:
Food-Processing Initiative e.V.Beate Kolkmann
Beate.Kolkmann@foodprocessing.de
+49 160 745 2381Norbert Reichl
Norbert.Reichl@foodprocessing.de
+49 521 986400